My first big challenge was in Open Heart (Salvation Army), where I had to give a talk to around 30 people. Since I had only ever done something like this once, in front of a group of five people, I was very nervous! But thanks to dear friends who prayed for me, I was able to stand, relaxed, at the front, and share my thoughts. People could still remember what I spoke about three weeks later – God is working!
As I leave to go, I notice Patrick* at a table, broken and alone. It’s been a while since I last saw him. “May I sit with you?” I ask. “Yeah,” he replies, not sure of who I am, “when I get these kind of visits, always!” His words seem incredibly tired, and after a few moments, silence falls. We don’t know how to continue. I have so many questions to ask, “Why are you here? Why has all hope in your face seem gone?” But I don’t want to drill him. So we sit, somewhat self-consciously. At some point we manage to start up a conversation again, and I learn that he is there against his will - two guests had set fire to his flat, and he had needed a place to stay. Patrick wants to leave as soon as possible, probably because he prefers to be alone. As we say goodbye, I tell him again how glad I am that we met. May he one day know how precious he is to Jesus!
“We were really blessed yesterday during our outreach in the Milieu… first a lady brought us a burning candle. Then another lady appeared – presumably from the bar nearby – bringing 3 coffees and muffins. After her third visit we had 8 coffees on three trays. Since we were only six people we invited passers-by to join us. The black coffee was pretty strong. I didn’t sleep so well last night… it meant that I had more time to pray though!
We stand at our usual spot in front of the Sex Cinema to worship God. As we get to the end of our monthly session, and are singing a final song, I hear someone call “Quiet over there!”
A man approaches us; his hood is pulled over his head and his face is hardly visible. He stands provocatively in the middle of our group and begins to hurl abuse. Undeterred, we continue singing, and so the troublemaker leaves us and walks away. But not for long. Soon he is back, and forces his way between our semi-circle and the house wall. He positions himself very close to our guitar player. We are somewhat at a loss and fall silent, and the young man grabs the opportunity and begins harassing our guitar player with obscene comments. He offers to service him sexually, and praises the effects of the ‘crack’ which he could buy with money made that way. Silently our guitar player points to the heavens and says softly, “We have something better”, and begins to play a song. “Holy, you are Holy. Jesus, son of God…” soon sounds from every mouth in the group. Our agitator retreats, cursing. For the first time since I have been going on to the streets, I was gripped by a feeling of disquiet or almost fear as I watched the events described here. I asked myself in that moment, what might happen, and how would we react? It is great to see that Jesus has the victory. All powers must bow down before him, and I thank God for this proof of his faithfulness. He stands behind us!
Meine erste große Herausforderung war im Open Heart (Heilsarmee) eine Andacht vor ca. 30 Leuten zu halten. Da ich so etwas zuvor nur einmal vor fünf Personen gemacht habe, war ich sehr aufgeregt. Doch dank lieber Freunde, die für mich gebetet haben, konnte ich locker vorne stehen und meine Gedanken weitergeben. Sogar drei Wochen später konnten sich die Leute daran erinnern, was ich gesagt habe – Gott arbeitet.
Als Luciano* uns sieht, springt er freudig auf – so gut es eben mit nur einem Bein und seinen Krücken geht. Etwas hastig bietet er uns Kaffee an und plaudert wie ein Wasserfall. Ich verstehe kaum ein Wort, weil es so laut ist im Raum und er kein gutes Deutsch spricht. Aber ich bin fasziniert von seiner Lebensfreude. Er sieht auch richtig gut aus – fast gesund. Er hat eine harte Lebensgeschichte zu erzählen. Trotzdem habe ich ihn noch nie jammern gehört. 11 Jahre war er weg vom Heroin und ist wieder rückfällig geworden. Er gibt sich aber sicher, dass er wieder clean wird.
Beim Hinausgehen entdecke ich noch Patrick*, den ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Geknickt und alleine sitzt er an einem Tisch. Bei der Begrüssung kann er sich nicht mehr an mich erinnern. "Darf ich mich zu dir setzten?" frage ich. "Ja, wenn ich solchen Besuch kriege, sicher!". Es hätte wohl lässig rüberkommen sollen, aber es tönt nur unendlich müde. Nach kurzem Wortwechsel tritt Schweigen ein. Keiner von uns weiss weiter. Ich hätte schon viele Fragen: "Warum bist du hier im Spital? Wie kam es, dass man keine Hoffnung auf deinem Gesicht erkennt? …" Aber ich will ja kein Verhör durchführen. So sitzen wir einfach da, beide etwas verlegen. Irgendwann kommen wir doch ins Gespräch und ich erfahre, dass er nur widerwillig hier ist, da seine Wohnung durch zwei Besucher angezündet wurde. Daraufhin wurde er rausgeschmissen. Da er niemand hat wo er wohnen könnte, kam er hierher. Wenigstens bekommt er hier warmes Essen und sonstige Hilfe, denke ich. Patrick* meint jedoch: "Ich will so schnell wie möglich wieder hier raus!" Ich glaube, er ist am liebsten alleine. Bei der Verabschiedung sage ihm noch einmal, wie sehr es mich gefreut hat, ihn hier zu treffen. Ich wünsche mir so sehr, dass er erfahren darf, wie unendlich wertvoll er gerade für Jesus ist!
"Gestern beim Outreach im Milieu wurden wir richtig verwöhnt ... zuerst brachte uns eine Frau eine brennende Kerze. Danach tauchte eine andere Frau auf - vermutlich aus der nahen Bar - mit 3 Kaffees und Muffins. Nach ihrem dritten Auftauchen hatten wir acht Kaffees auf drei Tabletts. Da wir nur zu sechst waren, luden wir noch weiter Passanten ein. Der schwarze Kaffee war ziemlich stark. Ich habe nicht so gut geschlafen vergangene Nacht ... hatte dafür mehr Zeit zum Beten!"
Wir stehen an unserer vertrauten Stelle vor dem Sexkino um Gott anzubeten. Am Ende unserer monatlichen Anbetungszeit hier im Milieu angekommen, singen wir gerade unser letztes Lied, als ich von weitem jemand rufen höre: "Ruhe da vorne..!"
Ein Mann nähert sich uns, die Kapuze hat er tief in die Stirn gezogen und sein Gesicht ist daher kaum sichtbar. Provokativ stellt er sich mitten in unsere Gruppe und beginnt uns zu beschimpfen. Unbeirrt singen wir weiter und so verlässt der Unruhestifter die Runde und zieht weiter. Aber nicht für lange. Schon bald kehrt er zurück und zwängt sich hinter uns zwischen unseren Halbkreis und die Hausmauer. Ganz nah platziert er sich neben unseren Gitarrenspieler. Wir sind etwas ratlos und verstummen, worauf der junge Mann die Gelegenheit ergreift und unseren Gitarrenspieler mit obszönen Äusserungen belästigt. Er bietet Liebesdienste an und preist dabei die Wirkung vom "Crack", dass er sich vom so verdienten Geld kaufen könnte. Stumm deutet unser belästigter Gitarrenspieler gegen den Himmel und sagt leise: "Wir haben was besseres", und beginnt ein Lied anzustimmen. "Heilig, du bist Heilig. Jesus, Gottes Sohn…" ertönt es schon bald aus allen Mündern aus der Runde. Unser Ruhestörer zieht schimpfend ab. Zum ersten Mal seit ich mit auf die Strasse gehe, hat mich ein Gefühl von Unruhe oder fast Angst ergriffen während ich dem oben beschriebenen Treiben zuschaute. Ich habe mich in dem Moment gefragt, was könnte passieren und wie würden wir reagieren? Es ist schön zu sehen, wie der Sieg von Jesus klar steht. Alle Mächte müssen sich ihm beugen und ich danke Gott für seinen Beweis der Treue. Er steht hinter uns!
Credit: OM International · © 2010 OM International
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